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Mein Traum vom englischen Frühling war – man muss es ehrlich sagen – etwas zu optimistisch, aber meiner Meinung nach doch nicht ganz weltfremd. Nette 20°C, Sonnenschein, gelegentlich Regen.
Nach einem gefühlten ewigen Winter hatte ich mich danach gesehnt. Nach Wärme und Sonne gelechzt wie niemals zuvor. Nun…offiziell hätte der Frühling am 20. März beginnen sollen. Bis Anfang letzter Woche hatten wir eher Winter als Frühling. Ja, es gab schon einige Blümchen, die es gewagt hatten, zu wachsen und zu sprießen, aber Nein, Frühling war es nicht. Nach meiner Definition ist Frühling eben nicht, mit Schal herumzulaufen. Der einzige Grund, wieso ich meine Winterjacke nicht anhatte, war wohl die Tatsache, dass sich dieser seit Ende April in Deutschland befindet.
Allerdings, wie ich immer wieder feststellen muss, sind die Engländer immun gegen all das, was bei mir in letzter Zeit eher schlechte Laune und Verdruss verbreitet hat. Selten zuvor habe ich Menschen gesehen, die entweder bei 10°C und strömendem Regen mit Flipflops herumlaufen und dabei noch nicht mal so aussehen, als ob sie frieren würden oder Menschen, die bei eben diesem Wetter kurvenförmig und mit scheinbar hervorragender Laune durch die Wälder fahren und dabei lautstark „Raindrops keep falling on my head…“ singen. Eine Einstellung die ich seit ungefähr neun Monaten versuche mir abzuschauen und anzunehmen. Mit begrenztem Erfolg.
Aber nachdem dieses Wochenende die 20-Grad-Marke auch deutlich überschritten wurde, dachte ich, hätte ich auch nun endgültig keinen Grund mehr, mich nicht von schlechtem Wetter negativ beeinflussen zu lassen und auch keinen Grund, mir diese Attitüde der Engländer anzueignen. Meine Laune ist gestiegen, das gute Wetter hat uns in den letzten Tagen nicht nur einmal hinausgezogen, um ein Abendessen oder ein Sonntagsfrühstück auf wunderschön grünen Wiesen in unserer Umgebung zu verbringen.
Schade nur, dass ab morgen die Temperaturen hier wieder nur knapp über 10°C liegen werden. Aber dann habe ich immerhin wieder die Möglichkeit, etwas von den Engländern zu lernen. Eine neue Chance, dem allem mit einem Lächeln auf den Lippen zu begegnen und mich umso mehr darüber zu freuen, wenn wieder ein paar Tage kommen werden, an denen man auch mit einem T-Shirt draußen nicht frieren muss.
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krass das saftige grün des grases… da kann ma nur neidisch werden.
hier ist es nun mittlerweile unerträglich heiß un ich bin in nur 2 tagen so braun, dass ich selber en bissle neidisch auf mich bin
hehe
Kommentar von julia 5. Juni 2010 @ 9:07 pmknutschi auf die insel deine julia